Bibliophilis 

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Margot Bérard: Das Haus der Kolibris

Das Haus der KolibrisDieses Buch ist schon lange in meinem Besitz, seit ich es 1994 oder 1995 für eine Mark in der Wühlkiste der Stadtbücherei erstanden habe. Was jetzt kein unglaubliches Schnäppchen ist, denn der aufgedruckte Ladenpreis beträgt auch nur drei Mark (West, muß man dabeisagen, denn das Buch ist von 1977). Es ist wieder so ein Fall von Schmöker ohne großen Qualitätsanspruch, dunkles Familiengeheimnis und altes Haus inbegriffen. Oder auch kein Schmöker, denn dafür ist Das Haus der Kolibris zu dünn - mit nur 145 Seiten stellt es wohl ein Mittelding zwischen Heftchenroman und richtigem Buch dar. Und natürlich habe ich es dann nie gelesen - aber auch das stimmt nicht ganz. Ich habe das Impressum gelesen, mich gewundert, gelacht, und so kam das Werk zu zweifelhaftem Ruhm, als ich es im Fach Bibliotheksrecht als Fallbeispiel zu einer Fachfrage zitierte. Hier ist das Zitat:

»Unsere Romanserien dürfen in Leihbüchereien nicht verliehen und nicht zum gewerbmäßigen Umtausch verwendet werden; der Wiederverkauf ist verboten.« Hat sich die Stadtbücherei also strafbar gemacht, als sie es mir verkaufte? Natürlich nicht. Dieses Passus ist nichtig. Eine Bücherei darf jedes Buch, das sie erworben hat, auch verleihen. Und natürlich darf jeder ein Buch, das er nicht mehr haben will, wiederverkaufen. Vielen Dank, Professor Peters! Das habe ich nie vergessen. Und auch der Erich Pabel Verlag, in dessen Reihe Gaslicht dieser Titel erschienen ist, hätte das eigentlich wissen müssen. Aber man kann es ja wenigstens mal versuchen.
So kam es jedenfalls, daß dieses Buch zwischen all den anderen ungelesenen Büchern einen Sonderstatus innehatte. Und jetzt - schon! - habe ich es dann auch gelesen.

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Geschrieben von Buchmensch in Mystery um 10:54 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Familiengeheimnis, Geheimnisvolles Haus, Schund, Wahnsinn

Montag, 11. Dezember 2006

Margery Allingham: Zur Hochzeit eine Leiche

Zur Hochzeit eine LeicheIn ein paar Wochen werde ich dieses Buch wohl nochmal lesen müssen, nämlich dann, wenn es chronologisch nach der Allingham-Bibliographie an der Reihe ist. Ich habe mit der Lektüre der Handlung nämlich um schändliche elf Jahre vorgegriffen. Nicht aus böser Absicht, sondern aus Verzweiflung: Denn eigentlich hatte ich nicht vor, im Zug von Offenburg ins heimische Münsterland überhaupt zu lesen. Schreiben wollte ich. Aber der Platz reichte nicht aus. Zwar war es mir gelungen, einen Abteilplatz im Intercity zu buchen, aber da hörte es auch schon auf mit Bewegungs- und Beinfreiheit. Eingezwängt zwischen dicken Männern griff ich schließlich taschendiebgleich in meinen Koffer und zerrte das erstbeste Buch heraus, das ich erreichen konnte.

Schließlich hatte mich Christoph wieder reich versorgt an ausgelesenen Campions. Aber er hat doch inzwischen schon einen stattlichen Vorsprung von sechs Bänden erarbeitet. Wenigstens erwischte ich nicht Überstunden für den Totengräber von 1948, aber 1945 wurde es dann doch schon. Passenderweise ist Zur Hochzeit eine Leiche auch das erste Allingham-Buch, das ich mir kaufte (nicht das erste, das ich las, dafür hatte die Stadtbücherei gesorgt), und ich erinnerte mich nur noch, daß ich es 1993 halbwegs langweilig fand. Da mir aber der letzte Satz noch im Kopf war, mußte ich es auch damals schon bis zum Ende gelesen haben, nur der Mittelteil war mir komplett entfallen. Oder hatte ich ihn nie gelesen? Das Buch ist nämlich vieles, aber sicher nicht langweilig. Dafür sorgt schon das Schwein.

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Geschrieben von Buchmensch in Krimi um 21:48 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Kunstschätze, London, Organisiertes Verbrechen, Zweiter Weltkrieg
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