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        <published>2011-10-19T20:15:00Z</published>
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        <title type="html">John Stephens: The Emerald Atlas</title>
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                <img alt="The Emerald Atlas" src="http://www.bibliophilis.de/cover/emeraldatlas.jpg" class="cover">Dieses Buch kam ungeplant: Bei der Rückreise von einer Convention in New Jersey kamen wir früh - viel zu früh - am Flughafen Newark an, und erst nach dem Einckecken unseres Gepäcks ging mir auf, dass ich damit auch alle meine Bücher aufgegeben hatte, im Handgepäck war nur mein Laptop und das Schreibzeug. Doch jeder gutsortierte Flughafen hat eine Buchhandlung, die auf begrenztem, teuer bezahltem Raum zumindest die aktuellen Bestseller vorrätig hat. Eigentlich suchte ich nach einem handlichen Taschenbuch, aber statt dessen sprach mich ein hübscher Hardcover-Band an, mit smaragdgrünem Schutzumschlag und dem ansprechenden Titel <em>The Emerald Atlas</em>. Dazu klang der Klappentext nett, und überteuert erschien das Buch auch nicht: Also, es wurde gekauft, und da wir die nächsten drei Stunden mit multiplen Tassen Kaffeespezialitäten in einem Starbucks verbrachten, hatte ich auch schon das halbe Buch durch, bevor ich auch nur im Flugzeug saß. Und dabei blieb es erstmal. Ich kann im Flieger weder lesen noch schreiben. <br />
<br />
Und nach der Rückkehr dauerte es eine Weile, bis ich wieder in das Buch hineinkam. Was mich in Newark noch mehr oder weniger begeistert hatte, wurde bald zu erst einem zähen und dann zu einem ärgerlichen Stück Jugendliteratur. Erst einmal stellte sich der Klappentext jenseits des Jetlags als doch ziemlich konventionell heraus: Drei Kinder verlieren auf mysteriöse Weise ihre Eltern, werden von Waisenhaus zu Waisenhaus gereicht, landen am Ende in einem unheimlichen Herrenhaus und werden in ein phantastisches Abenteuer verwickelt, das darauf hinaus läuft, dass sie die Welt retten müssen. Das wäre jetzt per se nicht so schlimm, wenn das Buch dafür gut geschrieben wäre oder zumidest gut geplottet, aber an letzterem scheitert <em>The Emerald Atlas</em> dann. Zeitreisen sind immer heikel, nicht erst seit <em>Doctor Who</em>, und wer hin und her springt und hier und da ein bisschen verändert, kommt leicht durcheinander. Und so endet auch dieser Trilogieauftakt in einem Gewusel, das die Folgebände fürchten lässt. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/10/John-Stephens-The-Emerald-Atlas.php#extended">"John Stephens: The Emerald Atlas" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Geheimnisvolles Haus</dc:subject>
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        <published>2011-10-11T16:41:47Z</published>
        <updated>2011-12-25T01:38:47Z</updated>
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        <title type="html">James Dashner: The Maze Runner</title>
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                <img alt="The Maze Runner" src="http://www.bibliophilis.de/cover/mazerunner.jpg" class="cover">Ich bin ein gefürchteter Plotknacker. Als ich mit zehn Jahren <em>Timm Thaler</em> gelesen habe, war meine erste Frage, warum er nicht wettet, dass er wieder lachen kann. Wenn ich gräßliche Historienfilme sehe, kann ich sekundengenau vorhersagen, wann das Kohlebecken umfällt. Als Rollenspielerin habe ich meinen Spielleiter oft in Verzweiflung gebracht, indem ich selbst das kunstvollste Plotgerüst durchschaue. Vermutlich liegt es daran, dass ich selbst schreibe, und ich gehe auch anderleuts Geschichten nicht analytisch an, sondern synthetisch - ich zerlege sie nicht, ich baue sie auf, und die Frage ist immer &#8216;Wie würde es laufen, wenn ich das Buch geschrieben hätte&#8217;. Um so schwerer bin ich als Leser zufriedenzustellen: Ich werde gerne überrascht, und wenn ich jede entscheidende Wendung eines Buches vorhersehen kann, freut mich das nicht, sondern langweilt mich. So ist es mir jetzt auch mit <em>The Maze Runner</em> gegangen - einem sauspannenden Stück Jugendliteratur und leider doch unschön durchsichtig.<br />
<br />
Ich hatte fast das Gefühl, ich könnte den Figuren Regieanweisungen geben - und dann doch wieder nicht, denn was ich ihnen auf Seite fünfzig zu tun befehlen wollte, machen sie erst zweihundert Seiten später: Das nervt irgendwie, und ich mag nicht denken, dass ich so ein unglaubliches Genie sein soll, es war wohl eher alles extrem naheliegend. Nur eine Wendung am Schluss, zugegeben, habe ich nicht erkannt. Aber immerhin habe ich das Buch auf Englisch gelesen und war somit besser dran als Leser der deutschen Ausgabe, die mit dem Titel <em>Die Auserwählten - Im Labyrinth</em> schon den halben Plot vorweggenommen bekommen und damit fast meine Taschenbuchausgabe von <em>Inspector Jury sucht den Kennington-Smaragd</em> schlägt, wo mir im Klappentext allen Ernstes der Mörder und das Versteck des Smaragdes verraten wurden. Den deutschen Titel mag ich dem Autor nicht vorwerfen, er ist daran unschuldig - wohl aber am unglaublichen Chauvinismus dieses Buches, der seinesgleichen sucht. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/10/James-Dashner-The-Maze-Runner.php#extended">"James Dashner: The Maze Runner" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Gefängnis</dc:subject>
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        <published>2011-10-07T21:12:00Z</published>
        <updated>2011-12-23T20:37:21Z</updated>
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        <title type="html">R.J. Anderson: Knife</title>
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                <img alt="Knife" src="http://www.bibliophilis.de/cover/knife.jpg" class="cover">Sagte ich, ich liebe Feen? Ich liebe Feen! Und als ich dieses Buch sah, mit dem schönsten aller Cover, gestaltet vom Meister Brian Froud persönlich, gab es kein Halten mehr. Kleine süße Flatterfeen, die von Blüte zu Blüte schweben mit ihren filigranen Flügeln&hellip; In ihrer Vielseitigkeit sind die Feen hier bei ihrer fotogensten Form angekommen. Es gibt sie als Gartenschmuck sogar bei meinen Eltern, als Wandornamente, Windspiele, Gemälde, Titanias Pallast im Legoland und natürlich auf den berühmten &#8216;Cottingley Fairies&#8217;-Photofälschungen. Doch auch wenn sie die bekannteste Art der Feen sein mögen, im Roman waren sie bisher unterrepräsentiert, schon weil man als Autor wie Leser Angst haben musste, an einem Zuckerschock zu erliegen. Einzelexemplare, wie Tinkerbell in <em>Peter Pan</em> kann man ja noch ertragen, schon weil Tink ein selbst- und eifersüchtiges Geschöpf von nur sehr geringer Süße ist. Doch süße kleine Feen als Handlungsträger einer ganzen Romanreihe? Kann das guthehen?<br />
<br />
Es kann. So, wie R[ebecca] J. Anderson die Geschichte angegangen ist, muss man keine Angst vor Diabetes haben, und auch nicht vor einer Überdosis Pink oder Glitzer. In diesem Buch sind die Flatterfeen nämlich nicht besonders süß sind. Eher sauer. Und anders als die von mir früher heimlich verehrten Flower Fairys ist das Eichenvolk in <em>Knife</em> gänzlich unverkitscht. Vielleicht war es etwas vorschnell, nur weil ich in einem anderen Bücherblog davon gelesen hatte, gleich alle drei Bände zu kaufen, nur weil mir die Cover so gut gefielen, aber nachdem ich jetzt das erste Buch gelesen habe, bereue ich das überhaupt nicht. Und auf den vierten Band, der nächsten Frühling erscheinen soll, freue ich mich jetzt schon. Erwartet hatte ich ein nettes Buch über Feen. Aber was ich dann in Wirklichkeit bekommen habe, war vor allem eines: Ein Buch über Menschen, und über die Menschlichkeit. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/10/R.J.-Anderson-Knife.php#extended">"R.J. Anderson: Knife" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Feen</dc:subject>
<dc:subject>Körperbehinderung</dc:subject>
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        <published>2011-09-29T16:44:43Z</published>
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        <title type="html">Mara Purnhagen: Past Midnight</title>
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                <img alt="Past Midnight" src="http://www.bibliophilis.de/cover/pastmidnight.jpg" class="cover">Geister und Feen, Geister und Feen&hellip; Ich höre mich ja schon an wie eine kaputte Schallplatte. Aber nachdem ich den Vampirtrend geflissentlich ignoriert habe und um den eher verhalten verschallten Engeltrend einen frustrierten Bogen gemacht habe, tut mir der Buchmarkt jetzt den Gefallen und bringt ein Buch nach dem anderen zu meinen aktuellen Lieblingsthemen raus. Während ich jetzt für ein neues Feenbuch sogar ein Rezensionsexemplar angefordert habe, gibt es jetzt erst mal wieder Geister. Nicht in Form von mundgerechten Gruselgeschichten, und auch nicht als Horrorroman mit zerschlitzten Teenagern wie in <em><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Kendare-Blake-Anna-Dressed-in-Blood.php">Anna Dressed in Blood</a></em>, sondern mit richtigen Geistern, die sich noch nicht mal gerne fotographieren lassen, geschweige denn gleich eine Liebesaffäre mit dem Protagonisten anfangen müssen. Weswegen ich mich bei diesem Buch ungefähr hundertmal mehr gegruselt habe als bei letztgenanntem.<br />
<br />
Ich wüsste gerne, was der Arbeitstitel der Autorin war für das Buch, das heute <em>Past Midnight</em> heißt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie es selbst so genannt haben soll - schließlich spielt die Mitternacht überhaupt keine Rolle darin, die Geister schauen nicht auf die Uhr und treten tags- wie nachtsüber auf, aber natürlich ködert man mit &#8216;Nach Mitternacht&#8217; mehr Leser als mit &#8216;Spuk rund um die Uhr&#8217;. Weswegen ich vermute, dass es sich um eine Verlagsentscheidung handelt. Das Buch selbst ist ein relativ billig aufgemachtes Taschenbuch ohne großen Werbeetat und in Deutschland noch völlig unbekannt, auch wenn in Amerika schon drei Bände plus zwei kurze Ebooks zu dieser Reihe herausgekommen sind. Ich vermutete also einen nicht besonders gut geratenen Schnellschuss, und dachte, bei dem kleinen Preis kann man nicht viel falsch machen, aber ich wurde positiv überrascht.  <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Mara-Purnhagen-Past-Midnight.php#extended">"Mara Purnhagen: Past Midnight" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Geistererscheinung</dc:subject>
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        <published>2011-09-24T01:15:00Z</published>
        <updated>2011-10-12T00:00:57Z</updated>
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        <title type="html">Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter</title>
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                <img alt="Der dunkle Wächter" src="http://www.bibliophilis.de/cover/dunklewaechter.jpg" class="cover">Lange wusste ich nicht, wie und wo ich dieses Buch einsortieren sollte. Zafón schreibt Phantastik, wird aber allüberall unter &#8216;Literatur&#8217; geführt - was für mich kein Widerspruch ist, aber schon von der Aufmachung des Buches her, sowohl in der regulären Ausgabe als auch in der Büchergilden-Ausgabe, die ich besitze und die, für die Büchergilde untypisch, keinen Schönheitspreis gewinnt, sieht das nicht nach Fantasy aus. Es geht um ein geheimnisvolles Haus, um mechanische Puppen, und damit hat es eigentlich alles, was ich liebe: Wenn es dann auch noch literarisch anspruchsvolle Fantasy ist, müsste ich eigentlich restlos begeistert sein. Und doch, als ich endlich am Ende des dicken, aber großgedruckten Buches angekommen war, wollte sich weniger Begeisterung einstellen als mehr ein generell schaler Geschmack.<br />
<br />
Nachdem es mehr als ein Jahr ungelesen im Regal gestanden habe, ging das eigentliche Lesen dann sehr schnell, auf der Rückfahrt von München. Die Geschichte einer Witwe mit zwei Kindern, die Arbeit findet im Haus eines geheimnisvollen, zurückgezogen lebenden ehemaligen Spielzeugfabrikanten, in dessen Haus es vor Automatoi nur so wimmelt und in dem ein Flügel niemals betreten werden kann, benutzt die klassischen Mystery-Motive, mit denen ich auch gerne spiele. Die Rolle der jungen Unschuld wird hier von der halbwüchsigen Tochter übernommen, für die auch gleich ein kerniger Bursche in Gestalt des schweigsamen Fischers bereitssteht, und als dann das Dienstmädchen eines ebenso tragischen wie geheimnisvollen Todes stirbt und ein altes Tagebuch auftaucht, kommt ein altes Übel aus der Verganghenheit wieder ans Tageslicht&hellip; Blah. Der Plot bietet nichts, was das Buch aus dem üblichen Horrorhaus-Einheitsbrei hervorheben würde, und der literarische Ruhm des Buches erscheint mir wie unbegründete Vorschusslorbeeren.  <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Carlos-Ruiz-Zafon-Der-dunkle-Waechter.php#extended">"Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter" vollständig lesen</a>
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<dc:subject>Puppen</dc:subject>

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            <name>Buchmensch</name>
            <email>maja.ilisch@buchmensch.de</email>        </author>
    
        <published>2011-09-22T01:13:00Z</published>
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        <title type="html">Elizabeth Knox: Dreamhunter</title>
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                <img alt="Dreamhunter" src="http://www.bibliophilis.de/cover/dreamhunter.jpg" class="cover">Eigentlich sah es aus wie ein Buch, das alles hat, um mich zu begeistern - eine poetische Sprache, Reisen in eine andere Dimension, Träume, die zur Handelsware werden - und als ich bei meiner Kanadareise 2008 <em>Dreamhunter</em> auf dem Grabbeltisch entdeckte, reichte schon die Wartezeit im Flughafen zwischen Check-in und Boarding, um mich die ersten fünfzig Seiten verschlingen zu lassen&hellip; Und das war es dann auch. Während des Fluges las ich nicht, und daheim angekommen, wanderte das Buch ins Regal, nicht vergessen, aber mit dem Stempel &#8216;Irgendwann endlich mal lesen&#8217;. Es sollte drei Jahre dauern und einen auf Mannshöhe angewachsenen Lesestapel, bis ich mich endlich noch einmal an dieses Buch gemacht habe, und wie in den Anfangstagen dieses Blogs, als mein Freund sein Praktikum in München machte und ich die langen Bahnfahrten zum Lesen nutzte, war es auch diesmal wieder ein ICE nach München, in dem ich meine alte Leseschuld abgetragen habe.<br />
<br />
Der Name der Autorin sagte mir nichts, als ich das Buch kaufte, aber in meinem gutsortierten Bücherregal fand sich dann doch noch ein anderes Buch von Elizabeth Knox: <em>Der Engel mit den Dunklen Flügeln</em>, noch ein wunderschön poetisches Buch, das ich nie gelesen habe, diesmal eines, das ich während meiner Buchhandlesausbildung als Leseexemplar abgegrabbelt hatte. Es ist auch auf meinen Lesestapel gewandert. Erst einmal habe ich mich aber jetzt an <em>Dreamhunter</em> gemacht, den ersten Teil des <em>Dreamhunter Duets</em> - also einer der eher seltenen Fälle, wo eine Buchserie nicht als Trilogie erscheint, sondern in zwei Bänden abgeschlossen ist. Ich hatte kürzlich schon so einen Fall gelesen, auch <em><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Catherine-Fisher-Incarceron.php">Incarceron</a></em> ist so ein Zweiteiler, und weil der sich dann mehr anfühlte wie ein halbiertes Buch, habe ich schon befürchtet, dass es mit <em>Dreamhunter</em> die gleiche Bewandnis hatte - und ja, auch hier ist es so. Wieder habe ich es Buch gelesen, das aufhört, aber nicht endet, und per Luftpost ist der zweite Band jetzt auf dem Weg zu mir, denn ich will wissen, wie es weitergeht. Das Buch hat mir nämlich gefallen. Auch nach drei Jahren. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Elizabeth-Knox-Dreamhunter.php#extended">"Elizabeth Knox: Dreamhunter" vollständig lesen</a>
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        <link href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Chris-Priestley-Uncle-Montagues-Tales-of-Terror.php" rel="alternate" title="Chris Priestley: Uncle Montague's Tales of Terror" />
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            <name>Buchmensch</name>
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        <published>2011-09-20T01:12:00Z</published>
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        <title type="html">Chris Priestley: Uncle Montague's Tales of Terror</title>
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                <img alt="Uncle Montague's Tales of Terror" src="http://www.bibliophilis.de/cover/unclemontaguestalesofterror.jpg" class="cover">Ich lese keine Kurzgeschichten, noch nicht einmal kurze Geschichten. Wenn ein Plot nicht langsam und sorgfältig aufgebaut wird, die Figuren keinen Platz für Entwicklung haben, kann ich mich auch nicht dafür begeistern. Zwei Ausnahmen gibt es aber: Das eine sind bissige Satiren von Roald Dahl, Hermann Harry Schmitz oder Jaroslav Hašek, das andere sind Gruselgeschichten. Beides fand ich in meiner Jugend in ausreichender Menge auf unserem Gästeklo - ich glaube, meine Eltern sind die einzigen, die ein Bücherregal mit fünf oder sechs Brettern über der Toilette installiert haben, und da ich dafür berüchtigt war, alles zu lesen, was mir in die Hände fiel, standen die Gruselgeschichten ganz, ganz oben, dass ich auf der Kloschüssel und Zehenspitzen stehen musste, um sie zu erreichen, was mich aber nicht davon abgehalten hat, eine langjähriges Liebe zu allem Gruseligen zu entwickeln.<br />
<br />
Ich unterscheide zwischen Grusel und Horror. In Horrorgeschichten verfolgen uns lebende Leichen mit heraushängendem Gedärm, und ich habe nur ein müdes Gähnen für sie übrig. Aber mit guten Gruselgeschichten fresse ich vor Angst meine Fingerkuppen und traue mich nachts nur dann ins Badezimmer, wenn auch wirklich alle Lampen auf dem Weg dorthin brennen - sie gewinnen ihren Schrecken dadurch, das meistens eigentlich gar nichts passiert, man aber jeden Moment damit rechnen muss. Und deswegen ist das mit Gruselgeschichten für Kinder so eine Sache. Es gibt sie nicht. Kindgerechter Horror ist, wenn die Zombies nebenbei noch lustig sind. Aber vermeintlich kindgerechter Grusel verursacht die gleichen Alpträume, das gleiche Entsetzen wie bei Erwachsenen. Angst ist Angst, und eine Gruselgeschichte, die keine Angst machen will, ist keine Gruselgeschichte. So sind die schrecklichsten Bücher meiner Kindheit das <em>Leselöwen Gespensterschloss</em> und das <em>Grusel-ABC</em> von Ingrid Uebe - beide richten sich an Leseanfänger, haben mir aber noch als Teenager das Blut gefrieren lassen - und eine nette Sammlung mit Namen <em>Wenn du dich gruseln willst</em> von Angela Sommer-Bodenburg. In die gleiche Richtung gehen <em>Uncle Montague&#8217;s Tales of Terror</em> <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Chris-Priestley-Uncle-Montagues-Tales-of-Terror.php#extended">"Chris Priestley: Uncle Montague's Tales of Terror" vollständig lesen</a>
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            <email>maja.ilisch@buchmensch.de</email>        </author>
    
        <published>2011-09-14T21:19:00Z</published>
        <updated>2011-10-08T18:19:47Z</updated>
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        <title type="html">Catherine Fisher: Incarceron</title>
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                <img alt="Incarceron" src="http://www.bibliophilis.de/cover/incarceron.jpg" class="cover">Ich will keine Eigenwerbung machen. Dieses Blog handelt von den Büchern, die ich lese, nicht von denen, die ich schreibe, und da ich bis heute kein Buch am Markt habe, von meinen Exkursen als Selbstverleger vor fünf Jahren mal abgesehen, sollte ich ganz kleine Brötchen backen. Aber hier kann ich nicht anders, als dieses hier mit einem meiner eigenen Werke zu vergleichen, und obwohl ich völlig zufrieden damit bin, wenn ich ein Buch auf Englisch lesen kann, ist es diesmal ein Jammer, dass <em>Incarceron</em> noch keinen deutschen Verlag gefunden hat: Es würde für mich die Chance, meine <em>Gauklerinsel</em> an den Mann zu bringen, deutlich erleichtern, denn dann könnte ich sagen: »Wenn überhaupt, kann man es mit <em>Incarceron</em> vergleichen, das passt auch in keine Schublade und folgt keinem Trend und ist doch ein Bestseller, der sich in viele Sprachen verkauft hat.« <br />
<br />
Nun gibt es bekanntlich keine Gerechtigkeit auf der Welt, und nur weil diese renommierte Autorin, die schon einen Haufen erfolgreicher Bücher am Markt hatte, so etwas schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass ich das auch darf. Trotzdem, auch mit meinem unverkauften Lieblingswerk im Hinterkopf habe ich die Lektüre genossen, und selbst wenn es mit meinen Gauklern nicht klappen sollte, werde ich mich trotzdem freuen, dass es wenigstens dieses eine Buch geschafft hat. Wie ich über dieses Buch gestolpert bin, kann ich nicht mal sagen - es war über eine »Leser, die dieses gekauft haben, kauften auch&hellip;« bei Amazon, aber von welchem Titel das ausging, weiß ich nicht mehr. Es wäre interessant - denn außer meinem eigenen kenne ich keines, das man mit <em>Incarceron</em> vergleichen könnte. Wenn man einen Stempel drauf machen muss, wäre das im Moment vielleicht &#8216;Dystopie&#8217;, aber das ist Tagesform und kann sich jederzeit ändern, je nachdem, welchen Trend die Verlage gerade verkaufen wollen. Steampunk? Postapokalypse? Science Fiction? Wie es euch gefällt. Das Buch ist vielseitig. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Catherine-Fisher-Incarceron.php#extended">"Catherine Fisher: Incarceron" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Dimensionsreise</dc:subject>
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<dc:subject>Verlorenes Erbe</dc:subject>

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        <published>2011-09-13T20:11:00Z</published>
        <updated>2011-09-15T01:13:53Z</updated>
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        <title type="html">Sara Gruen: Water for Elephants</title>
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                <img alt="Water for Elephants" src="http://www.bibliophilis.de/cover/waterforelephants.jpg" class="cover">Mein Verhältnis zum Zirkus ist gespalten. Ich mag nicht die Umstände, unter denen dort Tiere gehalten werden - selbst Zooanlagen aus dem neunzehnten Jahrhundert scheinen da noch artgerechter zu sein - und die Art, wie massiv einige Zoos in Fußgängerzonen um Geld betteln, immer mit der Mitleidsmasche, dass sonst die Tiere hungern müssen&hellip; Wirklich, wenn ich einen Clown mit einem Pony sehe, mache ich einen großen, großen Bogen darum. Auch für die klassische Zirkusromantik bin ich nicht zu gewinnen, zumindest heute nicht mehr - als Kind bin ich zu Karneval begeistert als Seiltänzerin und Dummer August gegangen, und die allererste Geschichte, die ich im Alter von sieben oder acht Jahren zu schreiben begonnen habe, handelte von einem Zirkus, entflohener Löwe inklusive. So sehr mich auch die Schicksale der Freak in den Sideshows interessieren, für die gefeierte Serie <em>Carnivale</em> konnte ich mich nicht begeistern, und die Aussicht, ein Buch zu lesen, das von einem Zirkus zur Zeit der Weltwirtschaftskrise handelt, hätte mich ebensowenig angesprochen. Und doch habe ich mir genau das gekauft, und es gelesen, mit Freude.<br />
<br />
Was mich geködert hat, waren die Elefanten. Ich liebe Elefanten. Sicher, ich habe eine ganze Reihe von Lieblingstieren, Goldhamster und Axolotl und Quallen, aber die größte Faszination üben Elefanten auf mich aus - ihre Größe. ihre Intelligenz, ihr Sozialverhalten, und ihre Schicksale. In der Wikipedia, deutsch wie englisch, habe ich jeden einzelnen Artikel der Kategorie &#8216;Individueller Elefant&#8217; verschlungen. Zoo- und Menagerieelefanten, gequält und bewundert und kaum totzukriegen. Elefanten, die als Mörder hingerichtet oder während einer Belagerung mit Hungersnot geschlachtet und gegessen wurden - Jumbo, Castor und Pollux, Chunee, Topsy, Tuffi, und natürlich Birma und Mapalay, die Elefanten meiner Kindheit. Wenn es um Elefanten geht, würde ich sogar ein Buch über den Zirkus lesen, und da dieses Buch <em>Water for Elephants</em> heißt, habe ich nicht lange gezögert, als ich darüber gestolpert bin, es mir zu kaufen. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Sara-Gruen-Water-for-Elephants.php#extended">"Sara Gruen: Water for Elephants" vollständig lesen</a>
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        <link href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Kendare-Blake-Anna-Dressed-in-Blood.php" rel="alternate" title="Kendare Blake: Anna Dressed in Blood" />
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        <published>2011-09-10T23:01:59Z</published>
        <updated>2011-10-09T02:21:48Z</updated>
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        <title type="html">Kendare Blake: Anna Dressed in Blood</title>
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                <img alt="Anna Dressed in Blood" src="http://www.bibliophilis.de/cover/annadressedinblood.jpg" class="cover">Seit jeher bekommt man mich mit einer guten Geistergeschichte immer zu packen. Schon als Kind war ich Fan von Geister und Skeletten und Spukhäusern, und ich liebte es, meiner jüngeren Schwester abends Schauergeschichten vorzulesen - während meine Schwester das gar nicht so sehr liebte und mir heute noch manchmal vorwirft, was für Alpträume und schlaflose Nächte sie deswegen durchstehen müsste. Da meine Schwester auch noch Anna heißt, weiß ich jetzt schon, dass dieses Buch nichts für sie wäre, während ich schon dem Titel nicht widerstehen konnte. Beworben als klassische Junge-trifft-Mädchen, Mädchen-tötet-Leute-Geschichte, schraubte sich <em>Anna Dressed in Blood</em> ganz nach oben auf meine Das-muss-ich-lesen-Liste, auch wenn es bedeutete, zwei Wochen länger auf die Buchbestellung, in die ich meine Steuerrückzahlung umgewandelt hatte, warten zu müssen, weil ausgerechnet dieser Titel gerade nicht lieferbar war. Das Paket kam, endlich, ich fing an zu lesen, und da, als ich mitten in der Nacht die Zimmertür meines Freundes gehen hörte, laut schrie, als mir der dunkle Schatten im Flur entgegen kam, denke ich, als Gruselroman hat dieses Buch seinen Zweck sicher gut erfüllt. Und doch, es krank an den verschiedensten Stellen, und ein richtig gutes Buch ist es sicher nicht geworden.<br />
<br />
Schon von der Prämisse her klingt die Geschichte so sehr nach der Fernsehserie <em>Supernatural</em>, dass ich geneigt bin, an einen Abklatsch zu glauben. Cas jagt Geister wie sein Vater vor ihm und alle anderen Vorfahren, und da ein namenloses Übel vor zehn Jahren den Vater zerfleischt hat, war der Junge gezwungen, schon als Teenager dem Ruf des Blutes zu folgen und sein Erbe anzutreten. Bewaffnet mit dem Messer seines Vaters und seiner Herdhexen-Mutter, die ihn mit Schutztalismanen ausstattet, damit er sicher wieder nach Hause kommt, nimmt er es mit mörderischen Geistern auf, bis er in der übermächtigen untoten Anna erst seinen Meister und dann die große Liebe findet. Ehrlich, das könnte ebensogut eine Folge aus dem Leben der Winchester-Brüder sein, so wenig musste an den Grundlagen geändert werden, und da Cas erschwerend wenige eigene Charakterzüge an den Tag legt, kann er wirklich als verschollener dritter Bruder durchgehen. Aber wo Sammy und Dean eine knappe Dreiviertelstunde haben, um einen Geisterplot aufzulösen, hat Cas knapp über dreihundert Seiten zur Verfügung - und für eine letzlich einfache Geistergeschichte ist das am Ende dann doch zuviel. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Kendare-Blake-Anna-Dressed-in-Blood.php#extended">"Kendare Blake: Anna Dressed in Blood" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Geheimnisvolles Haus</dc:subject>
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        <published>2011-09-06T23:58:39Z</published>
        <updated>2011-09-08T01:06:29Z</updated>
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        <title type="html">Julie Kagawa: The Iron King</title>
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                <img alt="The Iron King" src="http://www.bibliophilis.de/cover/ironking.jpg" class="cover">Ich mag Feen. Wirklich. Schon immer. Als Jugendliche durfte ich das nicht zugeben, weil das zu mädchenhaft war und mir darum genauso verhasst wie rosa und Prinzessinnen, und als ich mich in diese zauberhaften kleinen »Flower Fairy«-Puppen verliebte und nicht widerstehen konnte, sie mir zu kaufen, habe ich sie schnell meiner Schwester geschenkt, ehe jemand auf dumme Gedanken kam. Aber jetzt bin ich groß und stehe über den Dingen, und ich darf sagen, ich mag Feen. Ich mag sie mehr als Vampire, weil sie vielseitiger sind, und ich mag sie mehr als Engel, weil ihnen Gut und Böse egal sein können. Im letzten Winter habe ich ein Feen-Buch geschrieben, <em>Geigenzauber</em>, das gerade auf Verlagssuche ist, und ich schreibe gerade an einem Feen-Buch, <em>Das Haus der Puppen</em>, um direkt einen Nachfolger in der Hinterhand zu haben. Nur gelesen habe ich noch kein Feen-Buch, wenn man von den Regelwerken des Rollenspiels <em>Changeling - the Dreaming</em> mal absieht. Als ich also im wilden Kaufrausch auf eine Reihe mit Namen <em>The Iron Fey</em> stieß, gab es kein Halten mehr, und ich habe mir den ersten Band nicht nur bestellt, sondern ihn auch noch gleich gelesen.<br />
<br />
Wie schon bei <em><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/08/Kelley-Armstrong-The-Summoning.php">The Summoning</a></em> muss ich erwähnen, dass ich ein Neuling im Gebiet des romantischen Fantasybuchs für Mädchen bin, da ich zeitlebens um Romantik einen Bogen gemacht habe - zu mädchenhaft, siehe oben - aber anders als bei erstgenanntem Buch, das doch mehr Mystery ist als Romanze, schlägt hier das phantastische Mädchen-trifft-höheres-Wesen voll durch. Also nur ein weiterer <em>Twilight</em>-Klon? Das kann ich nicht beurteilen, habe ich doch die Vorlage nicht gelesen, aber ich fürchte mal, es könnte so ähnlich sein. Aber ob das nun ein unsterblicher, dreihundertjähriger Vampir ist (das Alter ist geraten, was weiß ich schon über Edward?) oder ein unsterblicher, altersloser Fee ist, der niemals sterblich war und für den Fragen nach Gut, Böse oder Moral nicht zählen, macht dann doch einen Unterschied - wenn nicht für das Mädchen, dann doch für mich. Edward kann mir mal den Puckel runterrutschen. Aber bei Ash, ich hasse es, das zugeben zu müssen, schmelze selbst ich dahin. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Julie-Kagawa-The-Iron-King.php#extended">"Julie Kagawa: The Iron King" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-09-06T20:34:00Z</published>
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        <title type="html">Philip Ardagh: Awful End</title>
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                <img alt="Awful End" src="http://www.bibliophilis.de/cover/awfulend.jpg" class="cover">Nachdem ich mich mit dem <a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/08/C.-Alexander-London-Wir-werden-nicht-von-Yaks-gefressen.php">Yak-Buch</a> der humoristischen Kinderliteratur zugewandt hatte, fiel mir ein weiteres Buch ein, das ich mir irgendwann im letzten Jahr angeschafft habe und, obwohl es ziemlich dünn ist, nie zuendegelesen. Nach einigem Suchen tauchte es unter dem Regal auf, wo es unbemerkt hingerutscht war, so dünn war es, und eine gute Stunde später hatte ich es dann auch gelesen. Aber damit fangen meine Probleme erst an: Ich habe kein Problem damit, ein Buch von 136 Seiten zu rezensieren, aber wenn es dann keine Handlung hat, wird es doch etwas schwieriger. Trotzdem, ich will es versuchen - schließlich kann ich <em>Awful End</em> mit einem der großartigsten Kinderbücher aller Zeiten vergleichen. Und genau das werde ich tun.<br />
<br />
Gestoßen bin ich auf dieses Buch über ein anderes Werk des Autors Philip Ardagh, das ich in Kanada in einer Wühlkiste gestoßen bin, und da es mir <em>The Not-So-Very-Nice Goings On at Victoria Lodge</em> ausgesprochen gut gefallen haben - ich würde es rezensieren, aber es hat noch weniger Handlung als dieses jetzt und ist ohne seine Illustrationen noch nicht einmal zu beschreiben - wollte ich wissen, was dieser Mann von feinem Humor noch an Werken auf den Markt gebracht hat. So kam ich auf die <em>Eddie Dickens</em>-Trilogie, und auch wenn ich kurz davor stand, mir gleich alle drei Bücher auf einmal zu bestellen, habe ich es dann doch beim ersten Band beruhen lassen. Und darüber bin ich letztlich froh. Denn auch wenn der Autor soviel Wortwitz hat, dass man für die deutsche Übersetzung immerhin den großen Harry Rowohlt gewinnen konnte, und auch wenn das Buch illustriert ist von David Roberts, dessen witzige Zeichnugen mich an Tony Ross erinnern, ist es am Ende doch weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Und lachen musste ich auch nicht. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Philip-Ardagh-Awful-End.php#extended">"Philip Ardagh: Awful End" vollständig lesen</a>
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            <name>Buchmensch</name>
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        <published>2011-08-28T23:12:25Z</published>
        <updated>2011-08-30T22:43:58Z</updated>
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        <title type="html">C. Alexander London: Wir werden nicht von Yaks gefressen*</title>
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                <img alt="Wir werden nicht von Yaks gefressen* *hoffentlich" src="http://www.bibliophilis.de/cover/wirwerdennichtvonyaksgefressenhoffentlich.jpg" class="cover" />Leseexemplare sind soetwas wie die Überaschungseier des Buchwesens. Sie flattern dem Buchhändler ins Haus, manchmal angefordert, manchmal einfach so, meistens in Mengen, die man unmöglich bewältigen kann, und wenn sie ausgelesen sind, stehen sie rum und keiner will sie haben, weil jeder schon das halbe Haus voll hat mit solchen Büchern. Während meiner Ausbildung war ich immer die Erste, die &#8216;Hier!&#8217; geschriehen hat, und meine Regale biegen sich bis heute unter schönen Hardcoverbüchern, die ich nie gelesen habe. Jetzt gehe ich ja wieder unter die Leser, schon aus Gründen der Feldforschung, und als meine Freundin Monica davon hörte, hat sie unserer gemeinsamen Freundin Simone Bescheid gegeben. Während Moni und ich trotz unserer Buchhandelausbildung nicht den Tag damit verbringen, auf wehen Füßen zwischen Regalen zu stehen und Kunden zu beraten, tut Simone genau das, und entsprechend hoch ist ihre Ausbeute an Leseexemplaren. Sie hat mir ein schönes Päckchen zusammengestellt, ich musste nur nach einem Blick aufs Cover &#8216;ja&#8217; oder &#8216;nein&#8217; sagen und hinterher die Auswahl nach Hause schleppen. Dies ist das Buch, bei dem ich für mein &#8216;Ja&#8217; am kürzesten gezögert habe. Wirklich ein genialer Titel. Wenn das Buch das doch nur halten könnte!<br />
<br />
<em>Wir werden nicht von Yaks gefressen*</em> ist ein noch besserer Titel als das Original <em>We are not eaten by yaks</em>, schon wegen der genialen Idee mit der Fußnote. Auch das Cover ist klasse, zumindest bis man anfängt, das Buch auch zu lesen - denn Celia, die weibliche Heldin, auf dem Cover strohblond, ist dunkelhaarig. Man kann das Tintenpisserei nennen, aber wenn der Illustrator darauf achtet, dass das Yak auch wirklich grüne Augen hat, sollte er auch die Kleinigkeit der deutlich beschriebenen Hauptfigur berücksichtigen, finde ich. Aber das sind Kleinigkeiten, der Inhalt sollte immer das wichtigste sein - aber hier startet das Buch mit einiger Erwartungshaltung. Das liegt auch am Autor: Der ist nämlich Bibliothekar und stolz darauf. Und dass er einer ist, wird man im Buch noch oft merken, vor allem wenn man selbst ein Kollege ist und die zahlreichen Winks mit dem Zaunpfahl erkennt. Doch das beste Cover, der beste Titel und der buchmenschlichste Autor helfen nicht, wenn das Buch selbst nur Mittelmaß ist. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/08/C.-Alexander-London-Wir-werden-nicht-von-Yaks-gefressen.php#extended">"C. Alexander London: Wir werden nicht von Yaks gefressen*" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-08-28T00:13:39Z</published>
        <updated>2011-08-28T23:57:11Z</updated>
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        <title type="html">Kelley Armstrong: The Summoning</title>
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                <img alt="The Summoning" src="http://www.bibliophilis.de/cover/summoning.jpg" class="cover" />Um Aktuelles, und insbesondere um Bestseller, habe ich seit jeher einen Bogen gemacht, unwillens, mir von Markt oder Marketing vorschreiben zu lassen, was ich zu lesen habe. Aber jetzt hat sich das Blatt ein wenig gewandelt. Zunächst einmal kann ich vermelden, dass ich meine Arbeit verloren habe, und was grundsätzlich eine Menge Unannehmlichkeiten mit sich bringt, bedeutet auf der anderen Seite, dass ich jetzt zumindest wieder viel Zeit zum Lesen habe, zum Schreiben und zum Rezensieren, weswegen es meine erste Tat ist, das Blog wiederzubeleben und mit neuen Inhalten zu füllen. Ich bin aber nicht mehr so arm wie bei meiner letzten Arbeitslosigkeit, wo ich von weniger als dem Hartz IV-Regelsatz leben musste, und konnte mir den Luxus herausnehmen, wieder Bücher zu kaufen. Viele Bücher. Schon aus der Vorfreude heraus, endlich wieder Zeit zum Lesen zu haben&hellip; Und da ich als Autorin wissen möchte, was meine Zielgruppe denn so liest - gerade wenn ich Jugendbücher schreibe, ist es zwar schön, das zu schreiben, was ich in dem Alter selbst gern gelesen hätte, aber man darf nicht vergessen, dass zwischen meiner Zielgruppe und mir mehr als zwanzig Jahre liegen. Zeiten ändern sich. Bücher und Geschmäcker auch.<br />
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So habe ich mir ein Dutzend interessanter zeitgenössischer Bücher bestellt - allesamt Kram, der mich grundsätzlich anspricht, denn ich habe immer noch keine Lust, etwas zu lesen, das ich nicht mag: Also keine Vampirromanzen, aber Geschichten über Feen, Geister und das Außergewöhnliche. Dann stand ich da mit einem Stapel Bücher, und musste doch erst einmal schlucken. Habe mich dann aber doch gleich ans Werk gemacht. Und sofort der erste Titel, den ich da erwischt habe, hat sich als Volltreffer herausgestellt. <em>The Summoning</em> ist der Auftakt einer Trilogie mit Namen <em>Darkest Powers</em>, und dass ich von ganzem Herzen hoffe, dass es wirklich nur eine Trilogie ist, liegt mitnichten daran, dass mir das Buch nicht gefallen hätte. Im Gegenteil. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Wirklich. Es hat mich so sehr gefesselt, dass ich noch nicht mal, wie ich es mit meiner üblichen Konzentrationsschwäche sonst tue, Seiten nur überflogen habe, aus Angst, ich könne irgend etwas verpassen. Ich habe mich gegruselt, ich habe gelitten, gehofft, gefreut, kurz: Es war sauspannend. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/08/Kelley-Armstrong-The-Summoning.php#extended">"Kelley Armstrong: The Summoning" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Geheimnisvolles Haus</dc:subject>
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        <published>2011-08-25T22:01:50Z</published>
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        <title type="html">Alan Bradley: Mord im Gurkenbeet</title>
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                <img alt="Mord im Gurkenbeet" src="http://www.bibliophilis.de/cover/mordimgurkenbeet.jpg" class="cover" />Dieses Buch war gewissermaßen ein Kollateralschaden. Ich hatte schon lange keine Buchhandlung mehr betreten, als wir Anfang Februar in Hamburg wie ein durchgeknallter Mob durch Harburgs Buchläden zogen, um zu sehen, wo überall <em>Die Blutgabe</em> vorrätig war, das Buch meiner Freundin Grey, das in diesen Tagen veröffentlicht wurde. Wir, das war ein ganzer Haufen an Autoren, sieben oder acht Leute, und leider hatten die meisten Läden das Buch noch nicht vorrätig - aber dafür stieß ich auf die mir völlig unbekannte Flavia de Luce und ihren ersten Fall, <em>Mord im Gurkenbeet</em>. Das Buch sah ansprechend aus, ich las den Klappentext, und packte es bei nächster Gelegenheit zusammen mit seiner Fortsetzung auf meinen Wunschzettel. Und ich hatte Glück: Zu meinem Geburtstag im April bekam ich es von meiner Schwester geschenkt. Dass ich es jetzt vor der <em>Blutgabe</em> rezensiere, ist letztlich ungerecht, aber dafür kenne ich hier den Autor nicht und muss auch nicht Angst haben, was er von meiner Rezension halten könnte.<br />
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Normalerweise, vor allem, wenn ich mir Bücher zulege und sie nicht nur aus der Bücherei hole, achte ich darauf, englische Bücher im Original zu lesen - zu oft habe ich mich schon über schlechte Übersetzungen geärgert. Bei Flavia habe ich eine Ausnahme gemacht: Zwar finde ich den englischen Titel, <emy>The Sweetness at the Bottom of the Pie</em> großartig und besser als den Deutschen - dafür ist die Aufmachung der deutschten Ausgabe so viel schöner, dass ich dieses Mal nach Auge entschieden habe. Hier zeigt das Cover ein strenges kleines Mädchen mit Zöpfen, die ein wenig aussieht wie Wednesday Adams - und tatsächlich sieht sie mehr wie Wednesday Adams aus als wie Flavia de Luce, die. wie man schnell erfährt, Brille und Zahnspange trägt, aber wenn ich mich jetzt darüber ärgere, bin ich selbst schuld, also lasse ich es sein. Cover hin oder her, <em>Mord im Gurkenbeet</em> ist ein nettes Buch. Leider ist es nicht mehr als das. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/08/Alan-Bradley-Mord-im-Gurkenbeet.php#extended">"Alan Bradley: Mord im Gurkenbeet" vollständig lesen</a>
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