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        <published>2011-12-27T08:37:00Z</published>
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        <title type="html">Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben</title>
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                <img alt="Veronika beschlie&szlig;t zu sterben" src="http://www.bibliophilis.de/cover/veronicabeschliesstzusterben.jpg" class="cover" />Es gibt viele Bücher, die mir das Leben versüßt oder erleichert haben, aber nur von einem kann ich sagen, das es mir das Leben gerettet hat: <em>Veronika beschließt zu sterben</em> ist dieses Buch. Es war im Dezember 2000, als mein Leben in Trümmer ging. Daß ich wenige Tage später meine Arbeit verlieren sollte, wußte ich noch nicht, und als es dann geschah, war es bedeutungslos. Ich hatte meine Liebe verloren. Mein Freund verließ mich, einfach so, und ich brach zusammen. Ich konnte nicht mehr arbeiten. Am Nachmittag dieses Tages meldete ich mich krank und fuhr in die Stadt, um einen Psychiater aufzusuchen, der mein Leben retten sollte. Einen Termin hatte ich nicht. Die freundliche Sprechstundenhilfe: Im Moment ist hier alles voll, kommen Sie in zwei Stunden nochmal... Ich nickte dumpf. Zwei Stunden. Ich hatte keine Ahnung, wie ich die durchstehen sollte. Aber dann fuhr ich mit der U-Bahn weiter, zum Laden der Büchergilde Gutenberg. Was sollte mich besser aufmuntern als ein schönes Buch? <br />
<br />
So kaufte ich Veronika. Der knatschgrüngelbe Umschlag gefiel mir nicht so gut, aber das Buch hatte man mir empfohlen, es war auch schon gerade von den Bestsellerlisten wieder runtergerutscht, und unter dem schützenden Papier fand sich ein wunderschöner verzierter Einband aus grüner Seide. Ich nahm das Buch und fuhr in die Innenstadt zurück Dann suchte ich eine Bank. Abgeschieden sollte sie sein. Ich wollte nicht in der Fußgängerzone sitzen und weinen. Hinter einer Seitenstraße fand ich das Kölner Opernhaus, der Platz davor verlassen bis auf ein paar Tauben und Bänke. Von meinen zwei Stunden waren noch anderthalb übrig. Ich setze mich, nahm das Buch aus der Tasche, und fing an zu lesen, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Immerhin, es war nicht so dick. Und ich las es, bis zur letzten Seite. Knappe zwei Stunden später saß ich dann im Wartezimmer meines Arztes. Es ging mir nicht gut. Aber ich lächelte fast. Ich liebte meinen Freund, aber in diesem Moment liebte ich auch das Buch. Ich ahnte, daß es mir gerade das Leben gerettet hatte.  <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/12/Paulo-Coelho-Veronika-beschliesst-zu-sterben.php#extended">"Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-12-24T02:33:42Z</published>
        <updated>2012-03-13T20:38:41Z</updated>
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        <title type="html">Catherynne M. Valente: The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making</title>
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                <img alt="The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making" src="http://www.bibliophilis.de/cover/girlwhocircumnavigatedfairyland.jpg" class="cover">Manchmal, in ganz besonders kostbaren Momenten, hat man ein schlechtes Gewissen für jedes Wort, um das eine Rezension länger ist als »Lies dieses Buch! Sofort!«, weil man so den Leser von der Lektüre dieses Kleinods abhalten könnte - da ist jede Sekunde zuviel, da muss der Leser sich sofort drauf stürzen wie ein Verhungernder auf ein Fischbrötchen und es dann mit jeder Zelle seines Körpers und Gehirns verschlingen, lesen und genießen. <em>The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making</em> ist so ein phantastisch gutes Buch, und hier fühlt sich schon der Titel zu lang an, steht wie ein Hindernis zwischen Leser und Buch: Wieviel schneller könnte man sich doch darüber hermachen, wäre der Titel nur ein wenig kürzer! Und doch muss dieser lange Titel sein, und ist dieser lange Titel selbst schon ein Vorgeschmack auf das Innere des Buches, bild- und wortgewaltig und so schön, dass man davon weinen muss. Für mich gehört dieses Buch in eine Reihe mit einem meiner absoluten Lieblingsbücher, <em>Alice&#8217;s Adventures in Wonderland</em>, und es darf neben ihm stehen und muss sich nicht dahinter verstecken, so gut, so großartig ist es.<br />
<br />
Alles an diesem Buch ist toll. Wie es in der Hand liegt, wie es sich anfühlt, der Schriftsatz, die wunderschönen Illustrationen&hellip; Noch bevor ich auch nur ein Wort gelesen hatte, hoffte ich, dass auch der Inhalt mitspielen würde: Dass ich ein neues Lieblingsbuch gefunden hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. <em>The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making</em> hat einfach alles, und es ist für alle, für Kinder wie Erwachsene, für Romantiker und Satiriker, und es ist eines von der Sorte, die man ganz, ganz oft lesen kann. Mit jedem Wort, jedem Satz entfaltet sich eine neue Welt, und man kann nicht anders, als sich selbst vor die Entscheidungen zu stellen, die das Mädchen September treffen muss: Was zu verlieren ist das geringste Übel - den Weg, den Verstand, das Leben, oder das Herz? Und so laut man schreien möchte, als sich September, wie alle Kinder ziemlich herzlos, ausgerechnet für letzteres entscheidet, merkt man doch spätestens am Ende des Buches, dass man auch selbst genau das getan hat: Man hat sein Herz verloren an dieses tapfere und doch gar nicht so herzlose Kind, an die Sprache, die Welt, und an jede der großartigen Figuren in dieser Geschichte, kurz, an das ganze Buch. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/12/Catherynne-M.-Valente-The-Girl-Who-Circumnavigated-Fairyland-in-a-Ship-of-Her-Own-Making.php#extended">"Catherynne M. Valente: The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-12-21T22:52:00Z</published>
        <updated>2012-03-12T21:56:41Z</updated>
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        <title type="html">Mara Purnhagen: One Hundred Candles</title>
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                <img alt="One Hundred Candles" src="http://www.bibliophilis.de/cover/onehundredcandles.jpg" class="cover">Gerade weil mir der erste Band von Mara Purnhagens Geisterjägerreihe, <a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Mara-Purnhagen-Past-Midnight.php"><em>Past Midnight</em></a>, wirklich gut gefallen hatte und ich nach der letzten Enttäuschung wieder etwas echtes Grusel brauchte, hatte ich es eilig, nun auch das zweite Buch um Charlotte Silver und ihre geisterwiderlegenden Eltern zu lesen. Zweite Bände haben es ja immer besonders schwer, das weiß ich auch als Autorin: Sie müssen den Geist des ersten spüren lassen, den vertrauten Figuren neue Aspekte abgewinnen und eine Handlung haben, die nicht nur ein Abklatsch des ersten Teils ist, sondern neu und eigenständig und am besten nochmal viel besser als Band eins sein, damit man dann erst recht bereit ist, noch ein drittes, viertes, fünftes Buch zu lesen. Das gilt für Krimireihen um Seriendetektive ebenso wie für Geisterjäger, und da ich selbst gerade an einer Geisterjäger-Serie arbeite, war ich um so neugieriger zu sehen, wie das hier umgesetzt wurde. Man kann eine Reihe wirklich so fortführen, dass die Leser sehnsüchtig auf das nächste Abenteuer warten. Aber leider kann man auch völlig ins Klo greifen und sein Konzept vor der Zeit abschlachten. <em>One Hundred Candles</em>, interessanterweise, tut beides.<br />
<br />
Gut an diesem Buch ist die Art, wie die Handlung fortgeführt wird, und der neue Geisterplot ist erfrischend anders als das, was im ersten Buch passiert ist. Gruselig, mit ein paar falschen Fährten und Dingen, die nicht so sind, wie sie scheinen, auch wenn ich das Ganze schnell durchschaut habe. Aber krankte <em>Past Midnight</em> schon an einem überhasteten Schluss, ist hier das Ende geeignet, die ganze Reihe zu ruinieren, und auch wenn ich den dritten Band noch nicht gelesen habe, kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass danach noch weitere Bücher kommen können. Purnhagen macht den gleichen Fehler wie Kendare Blake in <em>Anna dressed in Blood</em>: Eigentlich gibt es genug Ansatzpunkte, um eine längere spannende Reihe am Leben zu halten, und die Ideen sind gut - und dann wird alles auf einen Schlag verheizt. Ja, ich möchte noch wissen, wie die Geschichte ausgeht - aber das ist es eben, ich weiß, dass sie ausgeht und nicht noch länger weiter. Wo ich meine Seriendetektive mag, Albert Campion bis ins Rentenalter begleitet habe und Lord Peter zumindest bis zur Ehe, dominiert hier wieder wie in der klassischen Fantasy die Trilogie, obwol das nicht Not getan hätte. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/12/Mara-Purnhagen-One-Hundred-Candles.php#extended">"Mara Purnhagen: One Hundred Candles" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-10-26T20:13:00Z</published>
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        <title type="html">Douglas Clegg: Isis</title>
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                <img alt="Isis" src="http://www.bibliophilis.de/cover/isis.jpg" class="cover">Für schön gemachte illustrierte Bücher hatte ich schon immer etwas übrig, und als ich im auf einer Webseite eine Illustration aus <em>Isis</em> sah, war ich so sehr davon angetan, dass ich mir gleich das ganze Buch dazu bestellt habe, ohne auch nur irgend etwas über den Inhalt zu wissen. Was dann kam, war ein schlankes Büchlein, Hardcover mit Schutzumschlag, »A Tale of the Supernatural«, und mit knapp über hundert Seiten war es dann auch schnell gelesen - nur um mich danach etwas ratlos stehen zu lassen, denn am Ende war an dem Buch zu wenig dran, um es vernünftig rezensieren zu können. Auf die Länge allein kann ich das nicht schieben, es gibt Novellen, die einem das Hirn wegblasen und über die man mehr Wörter verlieren kann, als in dem Buch selbst drinstehen. Aber die Geschichte von Iris, die zu Isis wird, in die Unterwelt hinabsteigt, um ihren Bruder von den Toten zu erwecken, und die am Ende mit einem unglücklichen Zombie dasteht, ist erstaunlich karg. Selten habe ich von einem Buch so wenig für mich mitnehmen können wie von diesem, und was am Ende bleibt, ist ein Reigen hübscher Illustrationen, die über die dünne Story nicht hinwegtäuschen mögen.<br />
<br />
Dabei scheint das Buch auf den ersten Blick alles richtig zu machen. Das Setting ist ein geheimnisvolles Haus in anheimelnder Klippenlage in Cornwall, mit stehenden Steinen, versteinerten Maiden und einer Höhle, die man besser nicht betritt, in Reichweite. Der Gärtner murmelt düstere Weissagungen, die Toten werden erwachen, und eine vielversprechende Gruselgeschichte nimmt ihren Anfang. Dachte ich. Statt dessen gibt es unnötigen Inzest, ein paar Zwillingsbrüder, von denen der eine so edel ist, dass man einen Brechreiz bekommen möchte, und der andere dafür ein ungepflegtes Ekelpaket. Und nein, der Inzest - nicht praktiziert, nur eine angedeutet inzestuöse  Liebesbeziehung - findet nicht zwischen den Zwilligen statt, sondern zwischen der jüngeren Schwester Iris und dem edlen Harvey. Normalerweise mache ich ja in meinen Rezensionen zum Plot nur Andeutungen, hier ist das kaum möglich: So schnell ist die Handlung nacherzählt, dass selbst ein paar Hinweise dafür schon ausreichen. Dass Iris dann den Tod des geliebten Bruders verursacht, ist natürlich tragisch, sie will ihn wiederhaben und beschwört so das Unheil herauf. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/10/Douglas-Clegg-Isis.php#extended">"Douglas Clegg: Isis" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-10-19T20:15:00Z</published>
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        <title type="html">John Stephens: The Emerald Atlas</title>
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                <img alt="The Emerald Atlas" src="http://www.bibliophilis.de/cover/emeraldatlas.jpg" class="cover">Dieses Buch kam ungeplant: Bei der Rückreise von einer Convention in New Jersey kamen wir früh - viel zu früh - am Flughafen Newark an, und erst nach dem Einckecken unseres Gepäcks ging mir auf, dass ich damit auch alle meine Bücher aufgegeben hatte, im Handgepäck war nur mein Laptop und das Schreibzeug. Doch jeder gutsortierte Flughafen hat eine Buchhandlung, die auf begrenztem, teuer bezahltem Raum zumindest die aktuellen Bestseller vorrätig hat. Eigentlich suchte ich nach einem handlichen Taschenbuch, aber statt dessen sprach mich ein hübscher Hardcover-Band an, mit smaragdgrünem Schutzumschlag und dem ansprechenden Titel <em>The Emerald Atlas</em>. Dazu klang der Klappentext nett, und überteuert erschien das Buch auch nicht: Also, es wurde gekauft, und da wir die nächsten drei Stunden mit multiplen Tassen Kaffeespezialitäten in einem Starbucks verbrachten, hatte ich auch schon das halbe Buch durch, bevor ich auch nur im Flugzeug saß. Und dabei blieb es erstmal. Ich kann im Flieger weder lesen noch schreiben. <br />
<br />
Und nach der Rückkehr dauerte es eine Weile, bis ich wieder in das Buch hineinkam. Was mich in Newark noch mehr oder weniger begeistert hatte, wurde bald zu erst einem zähen und dann zu einem ärgerlichen Stück Jugendliteratur. Erst einmal stellte sich der Klappentext jenseits des Jetlags als doch ziemlich konventionell heraus: Drei Kinder verlieren auf mysteriöse Weise ihre Eltern, werden von Waisenhaus zu Waisenhaus gereicht, landen am Ende in einem unheimlichen Herrenhaus und werden in ein phantastisches Abenteuer verwickelt, das darauf hinaus läuft, dass sie die Welt retten müssen. Das wäre jetzt per se nicht so schlimm, wenn das Buch dafür gut geschrieben wäre oder zumidest gut geplottet, aber an letzterem scheitert <em>The Emerald Atlas</em> dann. Zeitreisen sind immer heikel, nicht erst seit <em>Doctor Who</em>, und wer hin und her springt und hier und da ein bisschen verändert, kommt leicht durcheinander. Und so endet auch dieser Trilogieauftakt in einem Gewusel, das die Folgebände fürchten lässt. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/10/John-Stephens-The-Emerald-Atlas.php#extended">"John Stephens: The Emerald Atlas" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-10-11T16:41:47Z</published>
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        <title type="html">James Dashner: The Maze Runner</title>
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                <img alt="The Maze Runner" src="http://www.bibliophilis.de/cover/mazerunner.jpg" class="cover">Ich bin ein gefürchteter Plotknacker. Als ich mit zehn Jahren <em>Timm Thaler</em> gelesen habe, war meine erste Frage, warum er nicht wettet, dass er wieder lachen kann. Wenn ich gräßliche Historienfilme sehe, kann ich sekundengenau vorhersagen, wann das Kohlebecken umfällt. Als Rollenspielerin habe ich meinen Spielleiter oft in Verzweiflung gebracht, indem ich selbst das kunstvollste Plotgerüst durchschaue. Vermutlich liegt es daran, dass ich selbst schreibe, und ich gehe auch anderleuts Geschichten nicht analytisch an, sondern synthetisch - ich zerlege sie nicht, ich baue sie auf, und die Frage ist immer &#8216;Wie würde es laufen, wenn ich das Buch geschrieben hätte&#8217;. Um so schwerer bin ich als Leser zufriedenzustellen: Ich werde gerne überrascht, und wenn ich jede entscheidende Wendung eines Buches vorhersehen kann, freut mich das nicht, sondern langweilt mich. So ist es mir jetzt auch mit <em>The Maze Runner</em> gegangen - einem sauspannenden Stück Jugendliteratur und leider doch unschön durchsichtig.<br />
<br />
Ich hatte fast das Gefühl, ich könnte den Figuren Regieanweisungen geben - und dann doch wieder nicht, denn was ich ihnen auf Seite fünfzig zu tun befehlen wollte, machen sie erst zweihundert Seiten später: Das nervt irgendwie, und ich mag nicht denken, dass ich so ein unglaubliches Genie sein soll, es war wohl eher alles extrem naheliegend. Nur eine Wendung am Schluss, zugegeben, habe ich nicht erkannt. Aber immerhin habe ich das Buch auf Englisch gelesen und war somit besser dran als Leser der deutschen Ausgabe, die mit dem Titel <em>Die Auserwählten - Im Labyrinth</em> schon den halben Plot vorweggenommen bekommen und damit fast meine Taschenbuchausgabe von <em>Inspector Jury sucht den Kennington-Smaragd</em> schlägt, wo mir im Klappentext allen Ernstes der Mörder und das Versteck des Smaragdes verraten wurden. Den deutschen Titel mag ich dem Autor nicht vorwerfen, er ist daran unschuldig - wohl aber am unglaublichen Chauvinismus dieses Buches, der seinesgleichen sucht. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/10/James-Dashner-The-Maze-Runner.php#extended">"James Dashner: The Maze Runner" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Gefängnis</dc:subject>
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            <name>Buchmensch</name>
            <email>maja.ilisch@buchmensch.de</email>        </author>
    
        <published>2011-10-07T21:12:00Z</published>
        <updated>2011-12-23T20:37:21Z</updated>
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        <title type="html">R.J. Anderson: Knife</title>
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                <img alt="Knife" src="http://www.bibliophilis.de/cover/knife.jpg" class="cover">Sagte ich, ich liebe Feen? Ich liebe Feen! Und als ich dieses Buch sah, mit dem schönsten aller Cover, gestaltet vom Meister Brian Froud persönlich, gab es kein Halten mehr. Kleine süße Flatterfeen, die von Blüte zu Blüte schweben mit ihren filigranen Flügeln&hellip; In ihrer Vielseitigkeit sind die Feen hier bei ihrer fotogensten Form angekommen. Es gibt sie als Gartenschmuck sogar bei meinen Eltern, als Wandornamente, Windspiele, Gemälde, Titanias Pallast im Legoland und natürlich auf den berühmten &#8216;Cottingley Fairies&#8217;-Photofälschungen. Doch auch wenn sie die bekannteste Art der Feen sein mögen, im Roman waren sie bisher unterrepräsentiert, schon weil man als Autor wie Leser Angst haben musste, an einem Zuckerschock zu erliegen. Einzelexemplare, wie Tinkerbell in <em>Peter Pan</em> kann man ja noch ertragen, schon weil Tink ein selbst- und eifersüchtiges Geschöpf von nur sehr geringer Süße ist. Doch süße kleine Feen als Handlungsträger einer ganzen Romanreihe? Kann das guthehen?<br />
<br />
Es kann. So, wie R[ebecca] J. Anderson die Geschichte angegangen ist, muss man keine Angst vor Diabetes haben, und auch nicht vor einer Überdosis Pink oder Glitzer. In diesem Buch sind die Flatterfeen nämlich nicht besonders süß sind. Eher sauer. Und anders als die von mir früher heimlich verehrten Flower Fairys ist das Eichenvolk in <em>Knife</em> gänzlich unverkitscht. Vielleicht war es etwas vorschnell, nur weil ich in einem anderen Bücherblog davon gelesen hatte, gleich alle drei Bände zu kaufen, nur weil mir die Cover so gut gefielen, aber nachdem ich jetzt das erste Buch gelesen habe, bereue ich das überhaupt nicht. Und auf den vierten Band, der nächsten Frühling erscheinen soll, freue ich mich jetzt schon. Erwartet hatte ich ein nettes Buch über Feen. Aber was ich dann in Wirklichkeit bekommen habe, war vor allem eines: Ein Buch über Menschen, und über die Menschlichkeit. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/10/R.J.-Anderson-Knife.php#extended">"R.J. Anderson: Knife" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Feen</dc:subject>
<dc:subject>Körperbehinderung</dc:subject>
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        <link href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Mara-Purnhagen-Past-Midnight.php" rel="alternate" title="Mara Purnhagen: Past Midnight" />
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        <published>2011-09-29T16:44:43Z</published>
        <updated>2011-12-23T00:08:41Z</updated>
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        <title type="html">Mara Purnhagen: Past Midnight</title>
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                <img alt="Past Midnight" src="http://www.bibliophilis.de/cover/pastmidnight.jpg" class="cover">Geister und Feen, Geister und Feen&hellip; Ich höre mich ja schon an wie eine kaputte Schallplatte. Aber nachdem ich den Vampirtrend geflissentlich ignoriert habe und um den eher verhalten verschallten Engeltrend einen frustrierten Bogen gemacht habe, tut mir der Buchmarkt jetzt den Gefallen und bringt ein Buch nach dem anderen zu meinen aktuellen Lieblingsthemen raus. Während ich jetzt für ein neues Feenbuch sogar ein Rezensionsexemplar angefordert habe, gibt es jetzt erst mal wieder Geister. Nicht in Form von mundgerechten Gruselgeschichten, und auch nicht als Horrorroman mit zerschlitzten Teenagern wie in <em><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Kendare-Blake-Anna-Dressed-in-Blood.php">Anna Dressed in Blood</a></em>, sondern mit richtigen Geistern, die sich noch nicht mal gerne fotographieren lassen, geschweige denn gleich eine Liebesaffäre mit dem Protagonisten anfangen müssen. Weswegen ich mich bei diesem Buch ungefähr hundertmal mehr gegruselt habe als bei letztgenanntem.<br />
<br />
Ich wüsste gerne, was der Arbeitstitel der Autorin war für das Buch, das heute <em>Past Midnight</em> heißt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie es selbst so genannt haben soll - schließlich spielt die Mitternacht überhaupt keine Rolle darin, die Geister schauen nicht auf die Uhr und treten tags- wie nachtsüber auf, aber natürlich ködert man mit &#8216;Nach Mitternacht&#8217; mehr Leser als mit &#8216;Spuk rund um die Uhr&#8217;. Weswegen ich vermute, dass es sich um eine Verlagsentscheidung handelt. Das Buch selbst ist ein relativ billig aufgemachtes Taschenbuch ohne großen Werbeetat und in Deutschland noch völlig unbekannt, auch wenn in Amerika schon drei Bände plus zwei kurze Ebooks zu dieser Reihe herausgekommen sind. Ich vermutete also einen nicht besonders gut geratenen Schnellschuss, und dachte, bei dem kleinen Preis kann man nicht viel falsch machen, aber ich wurde positiv überrascht.  <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Mara-Purnhagen-Past-Midnight.php#extended">"Mara Purnhagen: Past Midnight" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Geistererscheinung</dc:subject>
<dc:subject>Highschool</dc:subject>
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        <link href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Carlos-Ruiz-Zafon-Der-dunkle-Waechter.php" rel="alternate" title="Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter" />
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            <email>maja.ilisch@buchmensch.de</email>        </author>
    
        <published>2011-09-24T01:15:00Z</published>
        <updated>2011-10-12T00:00:57Z</updated>
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        <title type="html">Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter</title>
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                <img alt="Der dunkle Wächter" src="http://www.bibliophilis.de/cover/dunklewaechter.jpg" class="cover">Lange wusste ich nicht, wie und wo ich dieses Buch einsortieren sollte. Zafón schreibt Phantastik, wird aber allüberall unter &#8216;Literatur&#8217; geführt - was für mich kein Widerspruch ist, aber schon von der Aufmachung des Buches her, sowohl in der regulären Ausgabe als auch in der Büchergilden-Ausgabe, die ich besitze und die, für die Büchergilde untypisch, keinen Schönheitspreis gewinnt, sieht das nicht nach Fantasy aus. Es geht um ein geheimnisvolles Haus, um mechanische Puppen, und damit hat es eigentlich alles, was ich liebe: Wenn es dann auch noch literarisch anspruchsvolle Fantasy ist, müsste ich eigentlich restlos begeistert sein. Und doch, als ich endlich am Ende des dicken, aber großgedruckten Buches angekommen war, wollte sich weniger Begeisterung einstellen als mehr ein generell schaler Geschmack.<br />
<br />
Nachdem es mehr als ein Jahr ungelesen im Regal gestanden habe, ging das eigentliche Lesen dann sehr schnell, auf der Rückfahrt von München. Die Geschichte einer Witwe mit zwei Kindern, die Arbeit findet im Haus eines geheimnisvollen, zurückgezogen lebenden ehemaligen Spielzeugfabrikanten, in dessen Haus es vor Automatoi nur so wimmelt und in dem ein Flügel niemals betreten werden kann, benutzt die klassischen Mystery-Motive, mit denen ich auch gerne spiele. Die Rolle der jungen Unschuld wird hier von der halbwüchsigen Tochter übernommen, für die auch gleich ein kerniger Bursche in Gestalt des schweigsamen Fischers bereitssteht, und als dann das Dienstmädchen eines ebenso tragischen wie geheimnisvollen Todes stirbt und ein altes Tagebuch auftaucht, kommt ein altes Übel aus der Verganghenheit wieder ans Tageslicht&hellip; Blah. Der Plot bietet nichts, was das Buch aus dem üblichen Horrorhaus-Einheitsbrei hervorheben würde, und der literarische Ruhm des Buches erscheint mir wie unbegründete Vorschusslorbeeren.  <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Carlos-Ruiz-Zafon-Der-dunkle-Waechter.php#extended">"Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Geheimnisvolles Haus</dc:subject>
<dc:subject>Puppen</dc:subject>

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        <link href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Elizabeth-Knox-Dreamhunter.php" rel="alternate" title="Elizabeth Knox: Dreamhunter" />
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        <published>2011-09-22T01:13:00Z</published>
        <updated>2011-10-11T20:19:06Z</updated>
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        <title type="html">Elizabeth Knox: Dreamhunter</title>
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                <img alt="Dreamhunter" src="http://www.bibliophilis.de/cover/dreamhunter.jpg" class="cover">Eigentlich sah es aus wie ein Buch, das alles hat, um mich zu begeistern - eine poetische Sprache, Reisen in eine andere Dimension, Träume, die zur Handelsware werden - und als ich bei meiner Kanadareise 2008 <em>Dreamhunter</em> auf dem Grabbeltisch entdeckte, reichte schon die Wartezeit im Flughafen zwischen Check-in und Boarding, um mich die ersten fünfzig Seiten verschlingen zu lassen&hellip; Und das war es dann auch. Während des Fluges las ich nicht, und daheim angekommen, wanderte das Buch ins Regal, nicht vergessen, aber mit dem Stempel &#8216;Irgendwann endlich mal lesen&#8217;. Es sollte drei Jahre dauern und einen auf Mannshöhe angewachsenen Lesestapel, bis ich mich endlich noch einmal an dieses Buch gemacht habe, und wie in den Anfangstagen dieses Blogs, als mein Freund sein Praktikum in München machte und ich die langen Bahnfahrten zum Lesen nutzte, war es auch diesmal wieder ein ICE nach München, in dem ich meine alte Leseschuld abgetragen habe.<br />
<br />
Der Name der Autorin sagte mir nichts, als ich das Buch kaufte, aber in meinem gutsortierten Bücherregal fand sich dann doch noch ein anderes Buch von Elizabeth Knox: <em>Der Engel mit den Dunklen Flügeln</em>, noch ein wunderschön poetisches Buch, das ich nie gelesen habe, diesmal eines, das ich während meiner Buchhandlesausbildung als Leseexemplar abgegrabbelt hatte. Es ist auch auf meinen Lesestapel gewandert. Erst einmal habe ich mich aber jetzt an <em>Dreamhunter</em> gemacht, den ersten Teil des <em>Dreamhunter Duets</em> - also einer der eher seltenen Fälle, wo eine Buchserie nicht als Trilogie erscheint, sondern in zwei Bänden abgeschlossen ist. Ich hatte kürzlich schon so einen Fall gelesen, auch <em><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Catherine-Fisher-Incarceron.php">Incarceron</a></em> ist so ein Zweiteiler, und weil der sich dann mehr anfühlte wie ein halbiertes Buch, habe ich schon befürchtet, dass es mit <em>Dreamhunter</em> die gleiche Bewandnis hatte - und ja, auch hier ist es so. Wieder habe ich es Buch gelesen, das aufhört, aber nicht endet, und per Luftpost ist der zweite Band jetzt auf dem Weg zu mir, denn ich will wissen, wie es weitergeht. Das Buch hat mir nämlich gefallen. Auch nach drei Jahren. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Elizabeth-Knox-Dreamhunter.php#extended">"Elizabeth Knox: Dreamhunter" vollständig lesen</a>
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        <link href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Chris-Priestley-Uncle-Montagues-Tales-of-Terror.php" rel="alternate" title="Chris Priestley: Uncle Montague's Tales of Terror" />
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        <published>2011-09-20T01:12:00Z</published>
        <updated>2011-10-09T00:47:11Z</updated>
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        <title type="html">Chris Priestley: Uncle Montague's Tales of Terror</title>
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                <img alt="Uncle Montague's Tales of Terror" src="http://www.bibliophilis.de/cover/unclemontaguestalesofterror.jpg" class="cover">Ich lese keine Kurzgeschichten, noch nicht einmal kurze Geschichten. Wenn ein Plot nicht langsam und sorgfältig aufgebaut wird, die Figuren keinen Platz für Entwicklung haben, kann ich mich auch nicht dafür begeistern. Zwei Ausnahmen gibt es aber: Das eine sind bissige Satiren von Roald Dahl, Hermann Harry Schmitz oder Jaroslav Hašek, das andere sind Gruselgeschichten. Beides fand ich in meiner Jugend in ausreichender Menge auf unserem Gästeklo - ich glaube, meine Eltern sind die einzigen, die ein Bücherregal mit fünf oder sechs Brettern über der Toilette installiert haben, und da ich dafür berüchtigt war, alles zu lesen, was mir in die Hände fiel, standen die Gruselgeschichten ganz, ganz oben, dass ich auf der Kloschüssel und Zehenspitzen stehen musste, um sie zu erreichen, was mich aber nicht davon abgehalten hat, eine langjähriges Liebe zu allem Gruseligen zu entwickeln.<br />
<br />
Ich unterscheide zwischen Grusel und Horror. In Horrorgeschichten verfolgen uns lebende Leichen mit heraushängendem Gedärm, und ich habe nur ein müdes Gähnen für sie übrig. Aber mit guten Gruselgeschichten fresse ich vor Angst meine Fingerkuppen und traue mich nachts nur dann ins Badezimmer, wenn auch wirklich alle Lampen auf dem Weg dorthin brennen - sie gewinnen ihren Schrecken dadurch, das meistens eigentlich gar nichts passiert, man aber jeden Moment damit rechnen muss. Und deswegen ist das mit Gruselgeschichten für Kinder so eine Sache. Es gibt sie nicht. Kindgerechter Horror ist, wenn die Zombies nebenbei noch lustig sind. Aber vermeintlich kindgerechter Grusel verursacht die gleichen Alpträume, das gleiche Entsetzen wie bei Erwachsenen. Angst ist Angst, und eine Gruselgeschichte, die keine Angst machen will, ist keine Gruselgeschichte. So sind die schrecklichsten Bücher meiner Kindheit das <em>Leselöwen Gespensterschloss</em> und das <em>Grusel-ABC</em> von Ingrid Uebe - beide richten sich an Leseanfänger, haben mir aber noch als Teenager das Blut gefrieren lassen - und eine nette Sammlung mit Namen <em>Wenn du dich gruseln willst</em> von Angela Sommer-Bodenburg. In die gleiche Richtung gehen <em>Uncle Montague&#8217;s Tales of Terror</em> <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Chris-Priestley-Uncle-Montagues-Tales-of-Terror.php#extended">"Chris Priestley: Uncle Montague's Tales of Terror" vollständig lesen</a>
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<dc:subject>Geistererscheinung</dc:subject>
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        <published>2011-09-14T21:19:00Z</published>
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        <title type="html">Catherine Fisher: Incarceron</title>
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                <img alt="Incarceron" src="http://www.bibliophilis.de/cover/incarceron.jpg" class="cover">Ich will keine Eigenwerbung machen. Dieses Blog handelt von den Büchern, die ich lese, nicht von denen, die ich schreibe, und da ich bis heute kein Buch am Markt habe, von meinen Exkursen als Selbstverleger vor fünf Jahren mal abgesehen, sollte ich ganz kleine Brötchen backen. Aber hier kann ich nicht anders, als dieses hier mit einem meiner eigenen Werke zu vergleichen, und obwohl ich völlig zufrieden damit bin, wenn ich ein Buch auf Englisch lesen kann, ist es diesmal ein Jammer, dass <em>Incarceron</em> noch keinen deutschen Verlag gefunden hat: Es würde für mich die Chance, meine <em>Gauklerinsel</em> an den Mann zu bringen, deutlich erleichtern, denn dann könnte ich sagen: »Wenn überhaupt, kann man es mit <em>Incarceron</em> vergleichen, das passt auch in keine Schublade und folgt keinem Trend und ist doch ein Bestseller, der sich in viele Sprachen verkauft hat.« <br />
<br />
Nun gibt es bekanntlich keine Gerechtigkeit auf der Welt, und nur weil diese renommierte Autorin, die schon einen Haufen erfolgreicher Bücher am Markt hatte, so etwas schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass ich das auch darf. Trotzdem, auch mit meinem unverkauften Lieblingswerk im Hinterkopf habe ich die Lektüre genossen, und selbst wenn es mit meinen Gauklern nicht klappen sollte, werde ich mich trotzdem freuen, dass es wenigstens dieses eine Buch geschafft hat. Wie ich über dieses Buch gestolpert bin, kann ich nicht mal sagen - es war über eine »Leser, die dieses gekauft haben, kauften auch&hellip;« bei Amazon, aber von welchem Titel das ausging, weiß ich nicht mehr. Es wäre interessant - denn außer meinem eigenen kenne ich keines, das man mit <em>Incarceron</em> vergleichen könnte. Wenn man einen Stempel drauf machen muss, wäre das im Moment vielleicht &#8216;Dystopie&#8217;, aber das ist Tagesform und kann sich jederzeit ändern, je nachdem, welchen Trend die Verlage gerade verkaufen wollen. Steampunk? Postapokalypse? Science Fiction? Wie es euch gefällt. Das Buch ist vielseitig. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Catherine-Fisher-Incarceron.php#extended">"Catherine Fisher: Incarceron" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Dimensionsreise</dc:subject>
<dc:subject>Dystopie</dc:subject>
<dc:subject>Gefängnis</dc:subject>
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        <published>2011-09-13T20:11:00Z</published>
        <updated>2011-09-15T01:13:53Z</updated>
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        <title type="html">Sara Gruen: Water for Elephants</title>
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                <img alt="Water for Elephants" src="http://www.bibliophilis.de/cover/waterforelephants.jpg" class="cover">Mein Verhältnis zum Zirkus ist gespalten. Ich mag nicht die Umstände, unter denen dort Tiere gehalten werden - selbst Zooanlagen aus dem neunzehnten Jahrhundert scheinen da noch artgerechter zu sein - und die Art, wie massiv einige Zoos in Fußgängerzonen um Geld betteln, immer mit der Mitleidsmasche, dass sonst die Tiere hungern müssen&hellip; Wirklich, wenn ich einen Clown mit einem Pony sehe, mache ich einen großen, großen Bogen darum. Auch für die klassische Zirkusromantik bin ich nicht zu gewinnen, zumindest heute nicht mehr - als Kind bin ich zu Karneval begeistert als Seiltänzerin und Dummer August gegangen, und die allererste Geschichte, die ich im Alter von sieben oder acht Jahren zu schreiben begonnen habe, handelte von einem Zirkus, entflohener Löwe inklusive. So sehr mich auch die Schicksale der Freak in den Sideshows interessieren, für die gefeierte Serie <em>Carnivale</em> konnte ich mich nicht begeistern, und die Aussicht, ein Buch zu lesen, das von einem Zirkus zur Zeit der Weltwirtschaftskrise handelt, hätte mich ebensowenig angesprochen. Und doch habe ich mir genau das gekauft, und es gelesen, mit Freude.<br />
<br />
Was mich geködert hat, waren die Elefanten. Ich liebe Elefanten. Sicher, ich habe eine ganze Reihe von Lieblingstieren, Goldhamster und Axolotl und Quallen, aber die größte Faszination üben Elefanten auf mich aus - ihre Größe. ihre Intelligenz, ihr Sozialverhalten, und ihre Schicksale. In der Wikipedia, deutsch wie englisch, habe ich jeden einzelnen Artikel der Kategorie &#8216;Individueller Elefant&#8217; verschlungen. Zoo- und Menagerieelefanten, gequält und bewundert und kaum totzukriegen. Elefanten, die als Mörder hingerichtet oder während einer Belagerung mit Hungersnot geschlachtet und gegessen wurden - Jumbo, Castor und Pollux, Chunee, Topsy, Tuffi, und natürlich Birma und Mapalay, die Elefanten meiner Kindheit. Wenn es um Elefanten geht, würde ich sogar ein Buch über den Zirkus lesen, und da dieses Buch <em>Water for Elephants</em> heißt, habe ich nicht lange gezögert, als ich darüber gestolpert bin, es mir zu kaufen. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Sara-Gruen-Water-for-Elephants.php#extended">"Sara Gruen: Water for Elephants" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Altersheim</dc:subject>
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        <published>2011-09-10T23:01:59Z</published>
        <updated>2011-10-09T02:21:48Z</updated>
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        <title type="html">Kendare Blake: Anna Dressed in Blood</title>
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                <img alt="Anna Dressed in Blood" src="http://www.bibliophilis.de/cover/annadressedinblood.jpg" class="cover">Seit jeher bekommt man mich mit einer guten Geistergeschichte immer zu packen. Schon als Kind war ich Fan von Geister und Skeletten und Spukhäusern, und ich liebte es, meiner jüngeren Schwester abends Schauergeschichten vorzulesen - während meine Schwester das gar nicht so sehr liebte und mir heute noch manchmal vorwirft, was für Alpträume und schlaflose Nächte sie deswegen durchstehen müsste. Da meine Schwester auch noch Anna heißt, weiß ich jetzt schon, dass dieses Buch nichts für sie wäre, während ich schon dem Titel nicht widerstehen konnte. Beworben als klassische Junge-trifft-Mädchen, Mädchen-tötet-Leute-Geschichte, schraubte sich <em>Anna Dressed in Blood</em> ganz nach oben auf meine Das-muss-ich-lesen-Liste, auch wenn es bedeutete, zwei Wochen länger auf die Buchbestellung, in die ich meine Steuerrückzahlung umgewandelt hatte, warten zu müssen, weil ausgerechnet dieser Titel gerade nicht lieferbar war. Das Paket kam, endlich, ich fing an zu lesen, und da, als ich mitten in der Nacht die Zimmertür meines Freundes gehen hörte, laut schrie, als mir der dunkle Schatten im Flur entgegen kam, denke ich, als Gruselroman hat dieses Buch seinen Zweck sicher gut erfüllt. Und doch, es krank an den verschiedensten Stellen, und ein richtig gutes Buch ist es sicher nicht geworden.<br />
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Schon von der Prämisse her klingt die Geschichte so sehr nach der Fernsehserie <em>Supernatural</em>, dass ich geneigt bin, an einen Abklatsch zu glauben. Cas jagt Geister wie sein Vater vor ihm und alle anderen Vorfahren, und da ein namenloses Übel vor zehn Jahren den Vater zerfleischt hat, war der Junge gezwungen, schon als Teenager dem Ruf des Blutes zu folgen und sein Erbe anzutreten. Bewaffnet mit dem Messer seines Vaters und seiner Herdhexen-Mutter, die ihn mit Schutztalismanen ausstattet, damit er sicher wieder nach Hause kommt, nimmt er es mit mörderischen Geistern auf, bis er in der übermächtigen untoten Anna erst seinen Meister und dann die große Liebe findet. Ehrlich, das könnte ebensogut eine Folge aus dem Leben der Winchester-Brüder sein, so wenig musste an den Grundlagen geändert werden, und da Cas erschwerend wenige eigene Charakterzüge an den Tag legt, kann er wirklich als verschollener dritter Bruder durchgehen. Aber wo Sammy und Dean eine knappe Dreiviertelstunde haben, um einen Geisterplot aufzulösen, hat Cas knapp über dreihundert Seiten zur Verfügung - und für eine letzlich einfache Geistergeschichte ist das am Ende dann doch zuviel. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Kendare-Blake-Anna-Dressed-in-Blood.php#extended">"Kendare Blake: Anna Dressed in Blood" vollständig lesen</a>
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        <published>2011-09-06T23:58:39Z</published>
        <updated>2011-09-08T01:06:29Z</updated>
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        <title type="html">Julie Kagawa: The Iron King</title>
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                <img alt="The Iron King" src="http://www.bibliophilis.de/cover/ironking.jpg" class="cover">Ich mag Feen. Wirklich. Schon immer. Als Jugendliche durfte ich das nicht zugeben, weil das zu mädchenhaft war und mir darum genauso verhasst wie rosa und Prinzessinnen, und als ich mich in diese zauberhaften kleinen »Flower Fairy«-Puppen verliebte und nicht widerstehen konnte, sie mir zu kaufen, habe ich sie schnell meiner Schwester geschenkt, ehe jemand auf dumme Gedanken kam. Aber jetzt bin ich groß und stehe über den Dingen, und ich darf sagen, ich mag Feen. Ich mag sie mehr als Vampire, weil sie vielseitiger sind, und ich mag sie mehr als Engel, weil ihnen Gut und Böse egal sein können. Im letzten Winter habe ich ein Feen-Buch geschrieben, <em>Geigenzauber</em>, das gerade auf Verlagssuche ist, und ich schreibe gerade an einem Feen-Buch, <em>Das Haus der Puppen</em>, um direkt einen Nachfolger in der Hinterhand zu haben. Nur gelesen habe ich noch kein Feen-Buch, wenn man von den Regelwerken des Rollenspiels <em>Changeling - the Dreaming</em> mal absieht. Als ich also im wilden Kaufrausch auf eine Reihe mit Namen <em>The Iron Fey</em> stieß, gab es kein Halten mehr, und ich habe mir den ersten Band nicht nur bestellt, sondern ihn auch noch gleich gelesen.<br />
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Wie schon bei <em><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/08/Kelley-Armstrong-The-Summoning.php">The Summoning</a></em> muss ich erwähnen, dass ich ein Neuling im Gebiet des romantischen Fantasybuchs für Mädchen bin, da ich zeitlebens um Romantik einen Bogen gemacht habe - zu mädchenhaft, siehe oben - aber anders als bei erstgenanntem Buch, das doch mehr Mystery ist als Romanze, schlägt hier das phantastische Mädchen-trifft-höheres-Wesen voll durch. Also nur ein weiterer <em>Twilight</em>-Klon? Das kann ich nicht beurteilen, habe ich doch die Vorlage nicht gelesen, aber ich fürchte mal, es könnte so ähnlich sein. Aber ob das nun ein unsterblicher, dreihundertjähriger Vampir ist (das Alter ist geraten, was weiß ich schon über Edward?) oder ein unsterblicher, altersloser Fee ist, der niemals sterblich war und für den Fragen nach Gut, Böse oder Moral nicht zählen, macht dann doch einen Unterschied - wenn nicht für das Mädchen, dann doch für mich. Edward kann mir mal den Puckel runterrutschen. Aber bei Ash, ich hasse es, das zugeben zu müssen, schmelze selbst ich dahin. <br /><a href="http://www.bibliophilis.de/archives/2011/09/Julie-Kagawa-The-Iron-King.php#extended">"Julie Kagawa: The Iron King" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Außenseiter</dc:subject>
<dc:subject>Feen</dc:subject>
<dc:subject>Mobbing</dc:subject>
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