Bibliophilis 

Donnerstag, 29. September 2011

Mara Purnhagen: Past Midnight

Past MidnightGeister und Feen, Geister und Feen… Ich höre mich ja schon an wie eine kaputte Schallplatte. Aber nachdem ich den Vampirtrend geflissentlich ignoriert habe und um den eher verhalten verschallten Engeltrend einen frustrierten Bogen gemacht habe, tut mir der Buchmarkt jetzt den Gefallen und bringt ein Buch nach dem anderen zu meinen aktuellen Lieblingsthemen raus. Während ich jetzt für ein neues Feenbuch sogar ein Rezensionsexemplar angefordert habe, gibt es jetzt erst mal wieder Geister. Nicht in Form von mundgerechten Gruselgeschichten, und auch nicht als Horrorroman mit zerschlitzten Teenagern wie in Anna Dressed in Blood, sondern mit richtigen Geistern, die sich noch nicht mal gerne fotographieren lassen, geschweige denn gleich eine Liebesaffäre mit dem Protagonisten anfangen müssen. Weswegen ich mich bei diesem Buch ungefähr hundertmal mehr gegruselt habe als bei letztgenanntem.

Ich wüsste gerne, was der Arbeitstitel der Autorin war für das Buch, das heute Past Midnight heißt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie es selbst so genannt haben soll - schließlich spielt die Mitternacht überhaupt keine Rolle darin, die Geister schauen nicht auf die Uhr und treten tags- wie nachtsüber auf, aber natürlich ködert man mit ‘Nach Mitternacht’ mehr Leser als mit ‘Spuk rund um die Uhr’. Weswegen ich vermute, dass es sich um eine Verlagsentscheidung handelt. Das Buch selbst ist ein relativ billig aufgemachtes Taschenbuch ohne großen Werbeetat und in Deutschland noch völlig unbekannt, auch wenn in Amerika schon drei Bände plus zwei kurze Ebooks zu dieser Reihe herausgekommen sind. Ich vermutete also einen nicht besonders gut geratenen Schnellschuss, und dachte, bei dem kleinen Preis kann man nicht viel falsch machen, aber ich wurde positiv überrascht.

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Geschrieben von Buchmensch in Grusel um 18:44 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Geistererscheinung, Highschool, Zeitreise

Sonntag, 11. September 2011

Kendare Blake: Anna Dressed in Blood

Anna Dressed in BloodSeit jeher bekommt man mich mit einer guten Geistergeschichte immer zu packen. Schon als Kind war ich Fan von Geister und Skeletten und Spukhäusern, und ich liebte es, meiner jüngeren Schwester abends Schauergeschichten vorzulesen - während meine Schwester das gar nicht so sehr liebte und mir heute noch manchmal vorwirft, was für Alpträume und schlaflose Nächte sie deswegen durchstehen müsste. Da meine Schwester auch noch Anna heißt, weiß ich jetzt schon, dass dieses Buch nichts für sie wäre, während ich schon dem Titel nicht widerstehen konnte. Beworben als klassische Junge-trifft-Mädchen, Mädchen-tötet-Leute-Geschichte, schraubte sich Anna Dressed in Blood ganz nach oben auf meine Das-muss-ich-lesen-Liste, auch wenn es bedeutete, zwei Wochen länger auf die Buchbestellung, in die ich meine Steuerrückzahlung umgewandelt hatte, warten zu müssen, weil ausgerechnet dieser Titel gerade nicht lieferbar war. Das Paket kam, endlich, ich fing an zu lesen, und da, als ich mitten in der Nacht die Zimmertür meines Freundes gehen hörte, laut schrie, als mir der dunkle Schatten im Flur entgegen kam, denke ich, als Gruselroman hat dieses Buch seinen Zweck sicher gut erfüllt. Und doch, es krank an den verschiedensten Stellen, und ein richtig gutes Buch ist es sicher nicht geworden.

Schon von der Prämisse her klingt die Geschichte so sehr nach der Fernsehserie Supernatural, dass ich geneigt bin, an einen Abklatsch zu glauben. Cas jagt Geister wie sein Vater vor ihm und alle anderen Vorfahren, und da ein namenloses Übel vor zehn Jahren den Vater zerfleischt hat, war der Junge gezwungen, schon als Teenager dem Ruf des Blutes zu folgen und sein Erbe anzutreten. Bewaffnet mit dem Messer seines Vaters und seiner Herdhexen-Mutter, die ihn mit Schutztalismanen ausstattet, damit er sicher wieder nach Hause kommt, nimmt er es mit mörderischen Geistern auf, bis er in der übermächtigen untoten Anna erst seinen Meister und dann die große Liebe findet. Ehrlich, das könnte ebensogut eine Folge aus dem Leben der Winchester-Brüder sein, so wenig musste an den Grundlagen geändert werden, und da Cas erschwerend wenige eigene Charakterzüge an den Tag legt, kann er wirklich als verschollener dritter Bruder durchgehen. Aber wo Sammy und Dean eine knappe Dreiviertelstunde haben, um einen Geisterplot aufzulösen, hat Cas knapp über dreihundert Seiten zur Verfügung - und für eine letzlich einfache Geistergeschichte ist das am Ende dann doch zuviel.

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Geschrieben von Buchmensch in Grusel um 01:01 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Geheimnisvolles Haus, Geistererscheinung, Highschool
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